Ernährung bei Nierensteinen: So kannst du Nierensteine vermeiden

Gesundheit

Withings

3. März 2026

Iveta Remo

In Deutschland zählen Nierensteine bereits zu den Volkskrankheiten. Im Laufe ihres Lebens erkranken 3-5 % der deutschen Bevölkerung an Nieren- bzw. Harnsteinen. Dabei treten in 50 % der Fälle die Steine wiederholt auf. Erfahre, wie Du mit der richtigen Ernährung und gezielten Maßnahmen das Risiko für Nierensteine effektiv senken kannst.

Was sind Nierensteine?

Nierensteine sind kleine, harte Ablagerungen in den Nieren, die starke Schmerzen und Beschwerden verursachen können. Sie entstehen, wenn bestimmte Substanzen im Urin, wie Kalzium, Oxalat oder Harnsäure, in hoher Konzentration vorliegen und sich zu Kristallen verbinden oder sich zu wenig kristallhemmende Substanzen im Urin befinden. Typische Symptome sind starke Schmerzen im Rücken oder in der Flanke, Blut im Urin oder häufiges Wasserlassen. Auch wenn sie klein sind, können sie große Beschwerden verursachen.

Ursachen für Nierensteine

Die Bildung von Nierensteinen hängt von mehreren Faktoren ab:

- Harnsäure zu hoch: Ein hoher Harnsäurespiegel kann die Kristallbildung begünstigen.

- Kalzium: Zu viel Kalzium im Urin kann zusammen mit Oxalat oder anderen Stoffen Steine bilden.

- Konzentrierter Urin: Wenn sehr wenig, sehr konzentrierter Urin gebildet wird, z. B. bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr, kann daraus eine Steinbildung resultieren.

- Genetische Veranlagung, bestimmte Krankheiten oder Medikamente können ebenfalls das Risiko erhöhen.

Nierensteine vermeiden mit der richtigen Ernährung

Eine bewusste Umstellung der Ernährung bei Nierensteinen kann das Risiko einer Steinbildung erheblich senken. Wichtig ist vor allem:

- Ausreichend trinken: Mindestens 2 Liter Wasser täglich über den Tag verteilt trinken, um den Urin zu verdünnen.

- Kalzium richtig einsetzen: Milchprodukte (in Form von Milch, Käse oder Joghurt) liefern Kalzium, das Oxalat im Darm bindet und so die Steinbildung reduziert. Dabei sollte nicht zu viel Kalzium eingenommen werden (etwa 1.000 bis 1.200 Milligramm pro Tag).

- Oxalatreiche Lebensmittel reduzieren: Oxalatreiche Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber, rote Beete, Schokolade und Nüsse sollten nur in Maßen konsumiert werden, da Oxalat ein häufiger Bestandteil von Nierensteinen ist.

- Harnsäure senken: Ein übermäßiger Verzehr von tierischem Eiweiß erhöht die Ausscheidung von Kalzium und Harnsäure.

- Salzreduktion: Zu viel Salz kann die Kalziumausscheidung im Urin erhöhen, was eine Steinbildung begünstigen kann. Mit einer natriumarmen Ernährung kann das Risiko für Nierensteine reduziert werden.

Urinuntersuchungen zur Vorsorge

Regelmäßige Urinuntersuchungen sind sehr hilfreich, um Risikofaktoren für Nierensteine früh zu erkennen. Dabei wird für die Nierengesundheit unter anderem der Kalziumwert, ph-Wert des Urins und Harnsäure-Wert überprüft sowie auf konzentrierten Urin geachtet, der auf eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme hinweist. Diese Untersuchungen finden normalerweise im Rahmen des jährlichen Check-ups in der Arztpraxis statt.

Herkömmliche Urinteststreifen für zu Hause sind zwar eine Alternative für regelmäßige Urinuntersuchungen, jedoch oft umständlich in der Handhabung. Zudem sind sie in ihrer Aussagekraft eingeschränkt, da sie nur bestimmte Parameter wie z. B. Glukose, Eiweiß oder Nitrit erfassen. Während sie punktuelle Einblicke in einzelne Vitalwerte gewähren, fehlt ihnen meist die Tiefe und Beständigkeit, die für ein echtes Verständnis der langfristigen Gesundheit notwendig ist.

Eine praktikable und vielseitige Lösung bieten neue smarte Geräte wie z. B. U-Scan Calci von Withings. Dieses innovative System, das einfach in der Toilette angebracht wird, ermöglicht eine freihändige Urinuntersuchung bequem in den eigenen vier Wänden. Es liefert wertvolle Informationen über den Kalziumwert im Urin, einen wichtigen Faktor bei der Bildung von Nierensteinen, denn überschüssiges Kalzium kann kristallisieren und zur Steinbildung beitragen. Darüber hinaus misst U-Scan Calci den ph-Wert des Urins sowie den Hydro-Status für eine bessere Überwachung der Flüssigkeitszufuhr.

Fazit: Nierensteine vermeiden

Wer auf eine ausgewogene Ernährung bei Nierensteinen, ausreichend Flüssigkeit und einen gesunden Lebensstil achtet, senkt das Risiko für eine Steinbildung deutlich. Regelmäßige Urinuntersuchungen zur Kontrolle von Harnsäure, Kalzium und konzentriertem Urin können wertvolle Einblicke in Ernährungsgewohnheiten und begünstigende Faktoren bieten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich zu Informationszwecken. Bei Fragen zu Nierensteinen oder bei Symptomen ist es wichtig, medizinischen Rat einzuholen.

Withings | Iveta Remo
loader newco
loader newco