Die Gesundheit bei Tag ist eine direkte Folge von gesunden Nächten. Die Schlafposition kann sich entscheidend auf Wohlbefinden, Stimmung und Produktivität auswirken.
Man verbringt pro Nacht etwa acht Stunden auf seiner Matratze, das muss ja auf die eine oder andere Weise einen Effekt haben. Entdecke mit uns die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Schlafpositionen, damit Du dich bewusst für die beste entscheiden kannst. Wir wünschen dir einen perfekt erholsamen Schlaf.
Auf dem Rücken
Vorteile: Da der Rücken die ganze Nacht über von der Matratze gestützt wird, ist die Position auf dem Rücken wahrscheinlich am besten für Wirbelsäule und Hals; die Rückenmuskulatur kann sich so entspannen und zusätzlicher Druck auf die Wirbelsäule wird vermieden. Zudem kann sich die Schlafposition auf dem Rücken auch positiv auf die Haut auswirken. Wenn das Gesicht nicht ins Kissen gepresst wird (in dem sich oft Bakterien, Schmutz, Make-up, Haarpflegeprodukte und Fett ansammeln), bleiben die Poren frei und es kommt nicht zu Entzündungen. Außerdem vermeidet man so unschöne Schlaffalten im Gesicht. Nachteile: Das Schlafen auf dem Rücken kann die Häufigkeit von chronischem Schnarchen erhöhen, da die Zunge nach hinten in den Rachen rutscht und die Luft am oberen Atemweg zum Vibrieren bringt. Im schlimmsten Fall kann es das Risiko erhöhen, eine Schlafapnoe zu entwickeln - eine schwerwiegende Erkrankung, die Atmung und Schlafqualität beeinträchtigt.
Auf dem Bauch
Vorteile: Leider lässt sich über das Schlafen auf dem Bauch nicht viel Positives sagen. Laut Healthline kann es (in einigen Fällen) Schnarchen und Schlafapnoe vorbeugen, aber leider hören die Vorteile hier schon auf. Nachteile: Das Schlafen auf dem Bauch stellt eine unnatürliche Position dar, die den Rücken wölbt und der natürlichen Krümmung der Wirbelsäule entgegenwirkt, was zu Schmerzen im unteren Rücken führt. Diese Position belastet außerdem den Hals, da die Bewegung der oberen Halswirbel blockiert wird. Auf Dauer führt das zu Nackenproblemen und Kopfschmerzen. Darüber hinaus kann das Schlafen auf dem Bauch bestimmte Nerven reizen, was zu Taubheitsgefühlen und Schmerzen führt, und Druck auf Gelenke und Muskeln ausüben. Diejenigen, die auf gute Hautpflege Wert legen, sollten sich die Bauchposition auch zweimal überlegen. Wird das Gesicht ins Kissen gepresst, kann dies die Entstehung von Schlaffalten begünstigen; außerdem wird die Haut Mikroorganismen und Schmutz ausgesetzt, die sich im Kissenbezug angesammelt haben. Die National Sleep Foundation empfiehlt, dass Erwachsene jede Nacht 7-9 Stunden schlafen (210- 270 Stunden im Monat) – das Gesicht ist also potenziell schädlichen Bakterien eine lange Zeit ausgesetzt.
Auf der Seite
Vorteile: Das Schlafen auf der Seite ist eine der am weitesten verbreiteten Schlafpositionen, und das aus gutem Grund. Es kann Sodbrennen und Magensäure-Reflux entgegenwirken, und da die Atemwege frei bleiben, ist es oft die beste Schlafposition für schnarchende oder an Schlafapnoe leidende Menschen. Tatsächlich empfehlen Ärzte speziell schwangeren Frauen, auf der Seite zu schlafen, da so eine größere Menge an Blut und Nährstoffen die Plazenta erreicht. Nachteile: Da eine Gesichtshälfte ins Kissen gedrückt wird, ist das Schlafen auf der Seite oft nicht die beste Position für die Haut. Außerdem übt die Seitenposition Druck auf Lunge und Magen aus, und das Liegen mit dem ganzen Gewicht auf einem Arm kann die Durchblutung beeinträchtigen und zu Taubheitsgefühlen führen. Bei Seitenschläfern kann es auch zu stellenweisem Druck auf Hüften und Schultern kommen, was sich am Morgen schmerzhaft bemerkbar machen kann.
In der Fötushaltung
Vorteile: Die Fötushaltung ist rein technisch gesehen eine Art Seitenposition. Sie ist so beliebt, dass wir sie gesondert betrachten wollen. Laut Studien des Better Sleep Council ist die Fötushaltung die am weitesten verbreitete Schlafposition in den Vereinigten Staaten. 47 % aller Amerikaner schlafen in dieser Position. Und auch in Deutschland scheint diese Haltung ähnlich beliebt zu sein. Sie folgt der natürlichen Krümmung der Wirbelsäule und ist daher gut für Menschen mit Rückenschmerzen. Nachteile: Rollt man sich beim Schlafen fest zusammen, kann sich großer Druck auf das Zwerchfell aufbauen und die Atmung kann beeinträchtigt werden. Außerdem kann es zu Nackenschmerzen kommen, wenn der Kopf während der Nacht nicht richtig gestützt wird.
Fazit
Letztendlich ist die beste Schlafposition eine individuelle Frage von Komfort und persönlicher Vorliebe. Das Schlafen auf dem Rücken bzw. der Seite ist zwar besser für den Körper als das Schlafen auf dem Bauch, doch wir tendieren dazu, sowieso immer wieder in die für unseren Körper natürliche Schlafposition zurückzukehren. Und man sollte nicht vergessen, dass die meisten Schläfer ihre Schlafposition zwischen 20 und 30 Mal pro Nacht wechseln. Also verbringt man auch als Bauchschläfer wahrscheinlich mehr Zeit auf der Seite oder dem Rücken, als einem bewusst ist. Solange vom Arzt keine spezifischen Anweisungen erfolgen und Du keine Beeinträchtigungen aufgrund deiner Schlafposition bemerkst, schlafe einfach so, wie es sich am natürlichsten anfühlt. Gute Nacht! Du möchtest mehr über deine Nächte erfahren? Dann entdecke Withings Sleep Analyzer.