Dieser Artikel wurde im Januar 2026 aktualisiert.
Guter, erholsamer Schlaf ist wohl das Wichtigste, um motiviert in den Tag zu starten … Umso elender ist es also, sich morgens mit einem Hexenschuss aus dem Bett quälen zu müssen.
In mehreren Studien wurde kürzlich gezeigt, dass über die Hälfte der Deutschen gelegentlich mit Rückenschmerzen aufwachen. Wir haben recherchiert und eine Liste der 5 häufigsten Ursachen für morgendliche Schmerzen im unteren Rücken zusammengestellt, sowie ein paar Tipps, wie Du diesen vorbeugen kannst.
1. Die Schlafposition
Auf dem Bauch zu schlafen ist eine der häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen, da es die natürliche Wirbelsäulenkrümmung abflacht. Außerdem verstärkt sich dadurch der Druck auf die Gelenke und Rückenwirbel, was die Rückenmuskulatur beansprucht und dadurch Schmerzen auslösen kann. Wenn Du also ein typischer Bauchschläfer oder eine Bauchschläferin bist, versuche, auf dem Rücken oder der Seite zu schlafen, um die Schmerzen zu lindern. Alternativ könntest Du auch ein Kissen unter die Oberschenkel oder den Bauch legen, damit die untere Rückenmuskulatur entlastet wird.
2. Das Kissen
Eine weitere plausible Erklärung für einen schmerzenden unteren Rücken ist, dass dein Kissen deinen Nacken nicht richtig stützt. Vor allem wenn Du – wie viele Menschen – weiche Daunenkissen bevorzugst. Wieder geht es hierbei um die Stellung der Wirbelsäule im Schlaf. Wenn dein Nacken während des Schlafens nicht adäquat gestützt wird (da das Kissen entweder zu weich oder zu hoch ist), kann die Halswirbelsäule sich verziehen, was die Rückenmuskulatur beansprucht und das Kreuz in eine unnatürliche Position zwingt. Um die gesamte Wirbelsäule nachts in der richtigen Position zu halten und nicht mit Kreuzschmerzen aufzuwachen, könnte ein spezielles orthopädisches Kissen helfen. Alternativen hierzu wären Ganzkörperkissen oder Kissen aus Memory-Schaum, die sich auch positiv auf die Wirbelsäulenhaltung im Schlaf auswirken.
3. Die Matratze
Auch die Matratze kann für Schmerzen im unteren Rücken nach dem Aufstehen verantwortlich sein. Wenn Matratzen zu hart sind, passen sie sich nur schwer an den Körper an, sodass insbesondere der untere Rücken nicht ausreichend gestützt wird. Sind Matratzen hingegen zu weich, sinkt der Körper häufig zu stark ein und der Lendenbereich bekommt nicht den nötigen Halt. Letztendlich geht es nicht um den Härtegrad der Matratze, sondern um den Halt, den sie gibt. Matratzen aus Memory-Schaum sind hierbei eine tolle Lösung, da sie die natürlichen Kurven des Körpers nachahmen und durch die Nacht hindurch stützen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass Matratzen mit dem Alter an Qualität abnehmen. Experten empfehlen daher, Matratzen nach acht bis zehn Jahren gegen ein neues Modell auszutauschen.
4. 4. Bestehende Gesundheitsprobleme
Es gibt viele gesundheitliche Probleme, die Rückenschmerzen nach dem Schlaf verursachen können. Am häufigsten werden diese von folgenden Übeltätern ausgelöst:
- Entzündungen im Rücken: Während eine genaue Definition für diese Beschwerden noch ausbleibt, werden Entzündungen von mehr und mehr Experten als Grund für die Morgensteifigkeit der Gelenke verantwortlich gemacht. Solche Entzündungen werden von bestimmten Autoimmunproblemen erzeugt.
- Entzündungsaltern: Damit bezeichnet man Entzündungen, die vor allem bei älteren Menschen auftreten und sich mit zunehmendem Alter intensivieren.
- Myofasziales Schmerzsyndrom: Bei diesem Krankheitsbild werden die Faszien (das Bindegewebe, das die Muskeln umgibt) durch eine Überlastung der Muskeln in Mitleidenschaft gezogen, was Gelenkschmerzen verursachen kann.
- Fibromyalgie: Hierbei handelt es sich um eine chronische neurologische Erkrankung, die im ganzen Körper Schmerzen verursachen kann, typischerweise auch Rückenschmerzen.
- Osteomalazie: Diese Krankheit bezeichnet eine schmerzhafte Knochenerweichung, die von einem Mangel an Vitamin D oder Calcium ausgelöst wird und Rückenprobleme verursacht.
Beim Verdacht auf eine der oben genannten Krankheiten sollte unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.
5. Die Art, aus dem Bett zu steigen
Auch wenn es auf den ersten Blick belanglos erscheint, kann auch die Art und Weise, wie man aufsteht, Rückenschmerzen verursachen. Die meisten Menschen setzen sich ruckartig auf, um dann aus dem Bett zu springen, wodurch der Rücken überdehnt oder verdreht werden kann. Die rückengerechte Art aus dem Bett zu steigen ist laut Physiologie-Experten wie folgt: am Rand des Betts auf die Seite drehen, sich dann mithilfe der Arme aufrichten, bis die Füße den Boden berühren. Danach langsam und kontrolliert aufstehen.
Es gibt genauso viele Methoden, morgendliche Schmerzen im unteren Rücken zu vermeiden oder zu verringern, wie es potentielle Ursachen gibt. Wenn Du es schaffst, dein spezifisches Problem zu identifizieren, und aktiv gegen die Ursachen deiner Kreuzschmerzen am Morgen vorzugehen, kannst Du hoffentlich bald wieder mit frischer Energie in den Tag starten.