💡 Kurz zusammengefasst:
Der Body-Mass-Index (BMI), auch als Quetelet-Index bekannt, wird berechnet, indem das Gewicht (kg) durch das Quadrat der Körpergröße (m²) geteilt wird. Für Pfund und Zoll gilt: BMI = Gewicht (lb) × 703 / Körpergröße² (Zoll).
BMI-Kategorien für Erwachsene (ab 20 Jahren):
◦ Untergewicht: < 18,5
◦ Normalgewicht: 18,5–24,9
◦ Übergewicht: 25–29,9
◦ Adipositas: ≥ 30
Was der BMI nicht erfasst: Der BMI spiegelt das Gesamtgewicht im Verhältnis zur Körpergröße wider, unterscheidet jedoch nicht zwischen Fett und Muskeln und berücksichtigt weder Alter, Geschlecht, Knochendichte noch Fettverteilung – selbst bei körperlich fitten Personen kann der BMI daher irreführende Werte liefern.
Gesundheitsrisiken bei atypischem BMI:
◦ Ein hoher BMI (≥ 25) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz, Aortenstenose), Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck usw.
◦ Ein niedriger BMI ( Der BMI ist nur eine Momentaufnahme Ihrer Gesundheit. Auch wenn das Quetelet-System noch immer verwendet wird, kann es sinnvoll sein, den BMI mit anderen Informationen zu kombinieren, beispielsweise mit Ihrem Taillenumfang oder Ihrem Körperfettanteil, um einen besseren Überblick über Ihren Gesundheitszustand zu erhalten. Bauchfett muss nicht zwangsläufig zur Einstufung als adipös führen, erhöht jedoch mit Sicherheit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere chronische Erkrankungen. Andererseits birgt Fett, das sich um die Hüften herum ansammelt, nicht unbedingt ein erhöhtes Risiko für diese Erkrankungen.
Den Body-Mass-Index verstehen
Laut WHO
Hier erfahren Sie alles, was Sie über diesen wichtigen Gesundheitsindikator, seine Berechnung, Begrenzungen und die potenziellen Risiken im Zusammenhang mit einem zu hohen oder zu niedrigen BMI wissen sollten.
BMI: Was bedeutet das?
Die Idee des BMI wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Adolphe Quetelet (1796–1874) entwickelt, einem belgischen Astronomen, Statistiker und Soziologen, der den menschlichen Körper vermessen wollte, um den „Durchschnittsmenschen" auf der Grundlage statistischer Erkenntnisse zu bestimmen. Ohne besonderes Interesse an der Erforschung von Fettleibigkeit entwickelte Quetelet eine Gleichung, die Körpergröße und Gewicht kombiniert: den Quetelet-Index. Obwohl diese Formel 1832 vorgeschlagen wurde, wurde sie erst 1972 tatsächlich als „BMI" bezeichnet. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die BMI-Formel populär und ist nach wie vor eine Standardmethode zur Bestimmung von Fettleibigkeit:
BMI = Gewicht (kg) / Größe (m²)
Bei der Berechnung des BMI mit Pfund und Zoll muss die Formel angepasst werden. Sie müssen Ihr Gewicht in Pfund mit 703 multiplizieren.
BMI = Gewicht (lb) × 703 / Größe (Zoll²)
Der BMI wird als Methode anerkannt, um Gewichtsprobleme objektiver zu diskutieren. Unabhängig davon, wie groß, kräftig oder großknochig Sie sind, bleibt Ihr BMI-Ziel gleich.
Skizze aus dem Werk von Adolphe Quetelet: "Anthropometrie oder die Messung der verschiedenen Fähigkeiten des Menschen," 1870
Was ist ein normaler Body-Mass-Index?
Für Erwachsene ab 20 Jahren gelten folgende BMI-Bereiche:
• Untergewicht: BMI unter 18,5
• Normalgewicht: BMI zwischen 18,5 und 24,9
• Übergewicht: BMI zwischen 25 und 29,9
• Adipositas: BMI 30 oder höher
Der BMI erzählt leider nicht die ganze Geschichte. Wenn Sie Ihr Idealgewicht anhand der BMI-Berechnung bestimmen möchten, sollten Sie auch die folgenden Faktoren berücksichtigen:
Welche Faktoren beeinflussen den BMI?
Obwohl viele Studien den Zusammenhang zwischen einem hohen BMI-Wert und potenziellen Risiken für die Gesundheit bestätigen, darf man nicht vergessen, dass der Body-Mass-Index das Übergewicht und nicht das überschüssige Körperfett misst. Vielleicht sind Sie weder übergewichtig noch fettleibig, weisen aber dennoch hohe Mengen an überschüssigem Fett auf. Deshalb erfordert die Beurteilung Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes auch eine regelmäßige Messung Ihres Körperfettanteils.
Quelle: Frontiers in Public Health medical journal
Alter
„Ältere Erwachsene neigen dazu, mehr Körperfett als junge Erwachsene zu haben, trotz gleichem BMI"
Verhältnis Muskel zu Fett
Muskel ist schwerer als Fett. Sie können eine ungesunde Menge an Körperfett haben, aber aufgrund der BMI-Berechnung denken, dass Sie nicht übergewichtig sind, weil sie wenig Muskeln haben.
Geschlecht
Die BMI-Werte bei Frauen sind in der Regel niedriger als bei Männern. Unterschiedliche Stoffwechsel erlauben jedoch, dass Frauen ein bisschen mehr Fett haben können.
Körperform
Das European Heart Journal besagt, dass die Körperform und der Ort der Fettablagerung ein besserer Indikator für potenzielle Herz-Kreislauf-Probleme bei Frauen sein kann als der BMI. In der Tat ist die Fettverteilung im Körper ein entscheidender Faktor für die Beurteilung von Übergewicht und Adipositas.
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Welche Risiken sind mit einem zu hohen Body-Mass-Index verbunden?
Wenn Sie körperlich nicht aktiv sind, kann ein zu hoher Body-Mass-Index das Risiko vieler gesundheitlicher Komplikationen erhöhen.
Zu diesen Risiken zählen insbesondere bei adipösen Menschen ein deutlich erhöhtes Risiko, folgende Erkrankungen zu entwickeln:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Übergewicht erhöht die Belastung des Herzens, was zu Herzversagen führen kann. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie stellt fest, dass "mit steigendem Body-Mass-Index und steigender Fettmasse auch das Risiko einer Aortenklappenstenose zunimmt", einer besonderen Form von Herzklappenerkrankung.
Typ-2-Diabetes
Obwohl nicht vollständig klar ist, warum adipöse Menschen häufiger an dieser Erkrankung leiden, zeigen Studien, dass adipöse Menschen 80-mal häufiger Typ-2-Diabetes entwickeln als Menschen mit einem BMI unter 22. Insulinresistenz könnte tatsächlich durch „pro-inflammatorische" Chemikalien ausgelöst werden, die von überschüssigen Fettzellen freigesetzt werden.
Schlafapnoe
Die American Sleep Apnea Association erklärt, dass „Übergewicht nach wie vor ein hohes Risikofaktor für die Entwicklung obstruktiver Schlafapnoe" ist, einer chronischen Erkrankung, bei der wiederholte Atemunterbrechungen während des Schlafs zu einem Sauerstoffmangel im Gehirn und im Körper führen können.
Bluthochdruck
Die Framingham Heart Study zeigte, dass 78 % der Bluthochdruck-Fälle bei Männern und 65 % bei Frauen direkt mit Fettleibigkeit zusammenhängen. Dabei handelt es sich um eine weitere Erkrankung, bei der der Druck auf die Innenwände der Arterien dauerhaft erhöht ist. Erfahren Sie mehr über Bluthochdruck.
Neben diesen weit verbreiteten chronischen Erkrankungen wird ein erhöhter BMI auch mit bestimmten Krebsarten und chronischer Nierenerkrankung in Verbindung gebracht.
Welche Risiken sind mit einem zu niedrigen Body-Mass-Index verbunden?
Wenn Ihr BMI unter 18,5 liegt, deutet dies darauf hin, dass Sie möglicherweise untergewichtig sind.
Dieser Zustand zieht gesundheitliche Folgen wie Nährstoffmangel, ein geschwächtes Immunsystem und sogar hormonelle Probleme nach sich. Ein niedriger BMI erhöht auch das Risiko von Osteoporose, einer Erkrankung, bei der die Knochen schwach werden und leicht brechen können.
Jüngste Studien mit Daten aus dem CDC-System zur Überwachung von Verhaltensrisikofaktoren zeigten, dass Untergewicht auch einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt und mit einem signifikant höheren Schlaganfallrisiko in Verbindung gebracht wird.
Body-Mass-Index vs. Körperfettanteil, auf welche Messung kommt es an?
Ein gesundes Gewicht erfordert vor allem eine gesunde Körperzusammensetzung. BMI ist als statistisches Instrument zur Untersuchung von Populationen und nicht von Einzelpersonen konzipiert worden und sollte deshalb nicht die einzige Metrik sein, auf die Sie sich bei der Bestimmung Ihres Fitnessgewichts verlassen sollten.
Die American Society of Bariatric Physicians, die Studien zur Gewichtsabnahme führt, definiert Fettleibigkeit als 25 % und mehr Körperfettanteil bei Männern und 30 % und mehr bei Frauen. Damit werden viele Menschen, die nicht als fettleibig diagnostiziert werden, in Bezug auf ihre BMI-Ergebnisse in die Kategorie Fettleibigkeit eingestuft.
Wenn man die Körperfettverteilung betrachtet, gilt es besonders auf eine bestimmte Art von Fett zu achten: das Viszeralfett, häufig als „Bauchfett“ bezeichnet, da es sich um das Fett handelt, das im Bauchraum gespeichert wird. Ein Überschuss an Viszeralfett ist besonders schädlich, weil es sich um wichtige Organe wie Nieren, Leber oder Bauchspeicheldrüse wickelt und Entzündungen hervorrufen kann. Viszeralfett wird mit der Entwicklung einer Insulinresistenz, dem Risiko einer koronaren Herzerkrankung und Bluthochdruck in Verbindung gebracht.
Die regelmäßige Verwendung von intelligenten Waagen zur Messung Ihres Körperfettanteils gibt Ihnen weitere Anhaltspunkte über Ihre Körperzusammensetzung und hilft Ihnen, Ihr gesundes Gewicht realistischer einzuschätzen und auch zu erreichen.
Der BMI ist nur eine Momentaufnahme Ihrer Gesundheit. Auch wenn das System von Quetelet noch immer verwendet wird, kann es sinnvoll sein, den BMI mit anderen Informationen zu kombinieren – etwa mit dem Taillenumfang (TU) oder dem Körperfettanteil –, um einen besseren Überblick über Ihre Gesundheit zu erhalten. Bauchfett muss nicht zwangsläufig zu einer Einstufung als adipös führen, erhöht jedoch mit Sicherheit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere chronische Leiden. Fett, das sich dagegen an den Hüften ansammelt, stellt in der Regel kein solches Risiko dar.