Die erschreckende Geschichte der Blutdruck-Messphobie

The Scary Story of Blood-curdling BPM Avoidance

Nichts bringt das Herz so zum Rasen wie die Angst vor Gesundheitszahlen. Erfahren Sie mehr darüber, wie die sehr reale Angst vieler Menschen vor der Blutdruckmessung sehr reale Folgen für die langfristige Gesundheit haben kann.

Sich selbst kennenzulernen kann beängstigend sein, selbst wenn man existenzielle Krisen beiseitelässt. „Bin ich ein guter Mensch?", „Was mache ich mit meinem Leben?" und „Bin ich wirklich gut in Gitarre spielen?" sind allesamt erschreckende Fragen der Selbsterkenntnis, die Philosophen und Könige seit Jahrhunderten beschäftigen. Aber eine noch aufschlussreichere Frage schwebt für viele in der Luft: „Wie sind meine Blutdruckwerte?" Gesundheitszahlen können erschreckend sein, und das ist einer der Gründe, warum Menschen manchmal vermeiden, ihren Blutdruck zu messen. Tatsächlich können Blutdruckmessungen so beunruhigend sein, dass es ganze Studien gibt, die auf den Reaktionen der Menschen darauf basieren. Manche Menschen erleben beispielsweise höhere Blutdruckwerte in der Arztpraxis aufgrund des Weißkitteleffekts – der Angst, die durch das Messen und Ablesen der Werte durch medizinisches Fachpersonal entsteht. Diese Sitzungen können Messungen liefern, die nicht repräsentativ für den allgemeinen Blutdruck einer Person sind, und jeder fünfte Mensch leidet unter Weißkittelhypertonie.

Wann wird Blutdruckangst zur Phobie?

Angst ist weit verbreitet, kann aber zur Phobie werden. Laut Harvard Health ist eine Phobie „eine anhaltende, übermäßige, unrealistische Angst vor einem Objekt, einer Person, einem Tier, einer Aktivität oder einer Situation", die dazu führen kann, dass eine Person die betreffende Sache meidet oder sie mit großer Belastung erträgt. Was passiert also, wenn Nervosität und Angst zu einer echten Phobie gegenüber der Blutdruckmessung führen? Eine qualitative Studie aus dem Jahr 2015 mit 125 Personen, die eine Vermeidung von Blutdruckmessungen zeigten, ergab, dass ein erheblicher Anteil der Teilnehmer eine Phobie gegenüber Blutdruckmessgeräten hatte, die nicht nur zu einer Verzögerung der medizinischen Behandlung dokumentierter Gesundheitsprobleme führte, sondern auch eine Unterbrechung der beruflichen, akademischen und familiären Planung zur Folge hatte. Glücklicherweise leidet die große Mehrheit der Menschen nicht unter einer Blutdruckphobie. Aber erinnern Sie sich an die Statistik, dass jeder fünfte Patient unter Weißkittelhypertonie leidet? Nun, hier ist eine beunruhigende Neuigkeit: Eine Metaanalyse von 27 Studien mit mehr als 64.000 Teilnehmern aus aller Welt ergab, dass Menschen mit Weißkittelhypertonie ein um 36 % erhöhtes Risiko für herzbedingte Ereignisse hatten, einschließlich Herzinfarkt und Schlaganfall, im Vergleich zu Patienten mit normalem Blutdruck beim Arzt und zu Hause. Warum? Eine Theorie besagt: Wenn schon etwas so Harmloses wie eine Arztpraxis Ihren Blutdruck ansteigen lassen kann, was passiert dann in stressigeren Situationen bei der Arbeit, zu Hause oder auf der Autobahn? Das klingt ziemlich beängstigend. Aber abgesehen davon, dass Sie die von Ihrem Arzt verschriebenen Medikamente einnehmen, gibt es verschiedene Maßnahmen, die Sie jetzt ergreifen können, um sicherzustellen, dass Ihr Blutdruck Sie nicht später einholt. Versuchen Sie zunächst für genauere Messungen, Ihren Blutdruck nach der 3er-Regel zu messen. Darüber hinaus sind andere tägliche Verhaltensweisen wie gesunde Ernährung und Bewegung weitaus weniger beängstigende Möglichkeiten, Ihren Blutdruck zu regulieren. Fügen Sie dabei etwas Meditation und bewusste Entspannung hinzu, damit Sie Ihre Angst vor dem Blutdruckmanagement behandeln – und nicht nur überspielen – können.