Erfahre alles über Badminton, die rasante Schlägersportart, deren Geschichte bis ins antike Griechenland zurückreicht.
Man nehme ein Spielfeld, ein Netz und zwei Schläger, mische alles zusammen – und was bekommt man? (Hinweis: Es ist kein Tennis.) Während wir alle das bekannteste Tennisturnier, die US Open, kennen und schätzen, ist der Verwandte – Badminton – eine überaus spaßige, intensiv-sportliche Disziplin, die man ruhig in die Liste der besten Workouts aufnehmen sollte.
Was ist Badminton?
Es ist eine durchaus berechtigte Frage. Badminton ist keine besonders populäre Sportart, besonders wenn man die schwindende Beliebtheit im Westen mit der riesigen Fangemeinde in Asien vergleicht. Es wird angenommen, dass das Spiel in Pune erfunden wurde, einer Stadt im kolonialen Indien – obwohl manche behaupten, es habe weitaus ältere Ursprünge im antiken Griechenland. Ursprünglich hieß das Spiel „The Poona Game" zu Ehren seines Entstehungsortes. Woher kommt der Name „Badminton" eigentlich? Der Name geht auf die Dörfer Great und Little Badminton zurück. Konkret liegt es daran, dass der Herzog von Beaufort – dessen Wohnsitz in diesem Dorf lag – ein begeisterter Fan des Sports war. Als koloniale Rückkehrer aus Indien den Sport nach Großbritannien brachten, war Badminton einer der ersten Orte in Britannien, an dem das Spiel gespielt wurde, und der Name blieb haften! Im Jahr 1860 nahm es sich ein Londoner Spielzeughändler namens Isaac Spratt zur Aufgabe, das Spiel der breiten Öffentlichkeit vorzustellen, und veröffentlichte eine Broschüre mit dem Titel „Badminton Battledore: a New Game", die Neulingen das Wichtigste über diesen brandneuen Sport erklären sollte. Den Rest kennt man. Natürlich hat Badminton nie den Stellenwert von Tennis oder Tischtennis erreicht, aber der feste Platz im olympischen Programm – seit 1992 dabei – macht es zu einem internationalen Dauerbrenner. Kurioses Faktum: Die Gewinner der Einzel-Wettbewerbe der Männer und Frauen bei Badmintons Olympia-Debüt, Alan Budikusuma und Susi Susanti, sind heute miteinander verheiratet – und teilen angeblich sogar einen Instagram-Account, aber das ist ein Thema für ein anderes Mal. Ein Beweis dafür, dass nichts Cupid so auf Trab bringt wie der unbändige Wettbewerb im Profisport.
Was sind die gesundheitlichen Vorteile von Badminton?
Badminton ist ein einfacher Sport. Ziel des Spiels ist es, den Federball über das Netz zu bringen und ihn auf dem Boden der gegnerischen Seite landen zu lassen. Das Ergebnis ist ein rasantes Spiel voller Präzision, Können und schneller Reaktionen, das dabei helfen kann, rund 300 Kalorien pro Stunde zu verbrennen. Abgesehen von den verbrannten Kalorien bietet Badminton eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen. Wer schon einmal ein Spiel live verfolgt hat, wird bemerkt haben, dass es viel schneller als Tennis ist – der Weltrekord beim Federball liegt bei 407 km/h, fast 160 km/h schneller als der schnellste Tennisaufschlag der Welt. Hier muss kein Ball über das Netz springen – beim Badminton kommt es auf schnelle Bewegungen und noch schnelleres Denken an. Das macht es zu einer hervorragenden Sportart, um Reflexe zu schulen und den Muskeltonus zu steigern.
Was braucht man für den Einstieg?
Möchtest du lernen, wie man Badminton spielt? Super! Aber zunächst musst du dich mit einigen Grundausstattungen eindecken:
- Schläger: Ohne einen kommt man nicht weit! Wie beim Tennis lässt sich der Badmintonschläger an den eigenen Spielstil anpassen – ob für mehr Kraft oder höhere Geschwindigkeit, für jeden gibt es die passende Option.
- Federball: Es gibt zwei Arten von Federbällen: Federbälle aus echten Federn und solche aus Kunststoff. Für Präzision und Konsistenz sind Federbälle aus echten Federn die bessere Wahl. Interessanter Fakt: Die Federn für Federbälle stammen von den linken Flügeln von Gänsen.
- Netz: Ein Badmintonfeld sollte natürlich ein Netz haben. Es ist jedoch wissenswert, dass das Netz 1,50 m vom Boden entfernt sein muss – eine Höhe, die den Aufschlag wirklich auf die Probe stellt.
Wie spielt man Badminton?
Die Spielregeln sind leicht zu erlernen – eine einfache Anleitung gibt es hier –, also schauen wir uns einige der wichtigsten Bewegungen an, die man lernen sollte:
- Badminton-Aufschlag: Der perfekte Badminton-Aufschlag wird ausgeführt, indem man den Federball mit der Basis nach unten auf den Schläger fallen lässt und ihn dann nach oben schlägt, hoch genug, um das Netz zu überwinden.
- Smash: Jetzt wird es ernst! Beim Smash setzt man seine volle Kraft ein, um den Federball so hart und schnell zu schlagen, dass der Gegner keine Chance hat, ihn abzufangen.
- Netzball: Eine dieser kunstvollen Bewegungen, die alle lieben: Beim Netzball muss man den Federball mit gerade genug Kraft über das Netz lobben, um einen Punkt zu erzielen, ohne dem Gegner die Möglichkeit zu geben, ihn zurückzuspielen.
Was lässt sich abschließend sagen?
Eines der Geheimnisse des Erfolgs von Badminton ist, wie einfach der Einstieg ist. Badminton zu lernen ist unkompliziert, und ein Schläger sowie ein Federball – beides erschwinglich – sind alles, was man wirklich braucht, um herauszufinden, ob der Sport das Richtige ist. Die Möglichkeiten sind grenzenlos – also leg los!